Brandschutzfenster und -türen aus Holz
Fenster und Zubehör
Holzrahmen für Brandschutzverglasungen bieten dank Verkohlungsschicht, geringer Wärmeleitung und hoher Formstabilität ein sehr gutes Brandverhalten, wobei die Rohdichte des Holzes maßgeblich für die Standzeit ist. Leichtere Brandschutzgläser wie »Contraflam One« ermöglichen filigranere Rahmen, reduzieren das Gesamtgewicht und unterstützen zugleich nachhaltige Brandschutzlösungen.

Beispiel für eine Brandschutzverglasung in Holzrahmen im Haus der Religionen Bern (Bild: Vetrotech/Olaf Rohl).
Holzrahmen für Brandschutzverglasungen können aus unterschiedlichen Holzsorten gefertigt werden, etwa Eiche, Fichte, Kiefer, Lärche, Meranti und seit einigen Jahren verstärkt Red Grandis. Holz wird als normal entflammbar der Rauchentwicklungsklasse 2 und nicht brennend abtropfend klassifiziert. Verschiedene Hölzer haben verschiedene Rohdichten, und je höher die Rohdichte, desto länger sind die Standzeiten im Brandfall.
Im Brandschutz ist der erforderliche Mindestquerschnitt von Holzbauteilen unter Berücksichtigung des Brandverhaltens exakt zu berechnen: Beim Kontakt mit Feuer setzt nach kurzer Zeit der Prozess der Holzkohlebildung ein, der die Holzbauteile schützt. Massive Bauteile aus Hölzern mit hoher Rohdichte verkohlen langsamer als solche mit niedriger Dichte. Zudem hat Holz eine geringe Wärmeleitung, sodass es nur sehr langsam durchwärmt. Dadurch hat es auch im Brandfall ein gutes Standverhalten, biegt sich kaum durch und dehnt sich nicht aus – es bleibt formstabil.
Erfüllt alle Anforderungen an den Brandschutz
Während eines Brandfalls muss das gesamte Element während einer definierten Dauer standfest und dicht bleiben. Der Rahmen muss das Glas in Position halten, obwohl er auf der exponierten Seite langsam verkohlt. Ein zu dünner Rahmen führt zu mechanischem Stress durch das Gesamtgewicht des Brandschutzglases. Ist das technisch Machbare erreicht, müsste das Glas mehr Aufgaben bei der Gewichtsreduktion übernehmen. Das neue Brandschutzglas »Contraflam One« von Vetrotech ist laut Herstellerangabe bis zu 42 % leichter im Vergleich zu Mehrkammerkonstruktionen und daher dazu geeignet, das Gesamtgewicht des Holzbauelements mit filigranem Rahmen zu reduzieren.
Die Kombination aus Holz und Glas passt zu vielen architektonischen Stilen und wird daher gern eingesetzt. Brandschutzfenster und -türen aus Holz erfüllen bei sachgemäßer Ausführung die vorgeschriebenen Anforderungen an den Brandschutz ohne Einschränkung. Durch die Kohlenstoffbindung, lange Lebensdauer und Kreislauffähigkeit des Materials erfüllen Brandschutzfenster und -türen auch Kriterien für nachhaltige Bauelemente.





