Modernisierung einer OSB-Anlage
Komplettanlagen zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten
Am Egger-Standort Wismar hat Siempelkamp in nur 52 Tagen projektbedingten Stillstands eine OSB-Anlage modernisiert und wieder in Betrieb genommen. Für den Anlagenhersteller war dieses Projekt ein weiterer Meilenstein in der langjährigen Kooperation beider Unternehmen.

OSB-Anlage nach der Modernisierung (Bild: Siempelkamp).
Mit der Modernisierung seiner OSB-Anlage am Standort Wismar wollte Egger eine deutliche Kapazitätssteigerung von mindestens 15 % erreichen. Die Anlage wurde im Jahr 1999 von Siempelkamp geliefert und ein Jahr später in Betrieb genommen.
Das Retrofit-Projekt umfasste die Installation neuer Streumaschinen und die Integration eines »ContiTherm«-Vorwärmsystems. Die kontinuierliche Presse »ContiRoll« wurde mit neuen Heiz- und Druckverteilplatten ausgestattet. Sie erhielt außerdem ein verbessertes hydraulisches Steuerungssystem, das die Dickenregelung optimiert. Auch die elektrischen Ausrüstungen und Steuerungen wurden modernisiert.
Im April 2024 wurde der Auftrag erteilt, Mitte Juni startete die Vorplanung mit einem ersten Kick-off-Meeting, und die erste Platte wurde bereits am 29. Oktober 2025 produziert – fünf Tage früher als ursprünglich geplant.
Einer der größten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern
Am Standort Wismar werden OSB-, MDF- und HDF-Platten sowie Laminatfußböden hergestellt. Rund 850 Personen sind hier beschäftigt, der Holzwerkstoffproduzent ist einer der größten Arbeitgeber im Nordwesten Mecklenburg-Vorpommerns. Nach 25 Jahren Produktion von OSB-Platten am Standort war es daher an der Zeit, den Kernbereich der Plattenproduktion (Streuung, Presse und Absaugung) auf den aktuellen technischen Stand zu bringen und mit der Leistungssteigerung die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Sowohl für den Holzwerkstoffproduzenten als auch für den Anlagenbauer war das hervorragende Zusammenspiel beider Teams in Projektierung und Umsetzung einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die vorzeitige Inbetriebnahme. Die Teams haben von der Ausarbeitung bis zur Inbetriebnahme einen sehr hohen Einsatz geleistet, und die Zusammenarbeit wurde durchgängig als konstruktiv und wertschätzend empfunden.


