Brancheninitiative zur Kohlenstoffspeicherung im Holzbau
Sonstige Dienstleistungen
Mit einer neuen Brancheninitiative entwickeln HDH und GKM Grundlagen für die Zertifizierung von Kohlenstoffspeicherung im Holzbau. Ziel ist ein einheitlicher Bewertungsansatz entlang der Wertschöpfungskette für eine einheitliche Bewertung der Kohlenstoffspeicherung in langlebigen Holzprodukten.

Symbolbild: KI-generiert.
Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat gemeinsam mit der Gesellschaft für Klimaschutz München (GKM) eine Brancheninitiative zur Entwicklung eines Zertifizierungsansatzes für die Kohlenstoffspeicherung in Holzbauwerken und Holzprodukten gestartet. Ziel des Projekts ist es, die Speicherleistung von Holz künftig nachvollziehbar und verlässlich zu bewerten. Dazu sollen Methoden entwickelt, Pilotprojekte umgesetzt und Datenmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufgebaut werden.
Der geplante Ansatz soll als Grundlage für zukünftige Zertifizierungssysteme dienen und eine einheitliche Bewertung der Kohlenstoffspeicherung in langlebigen Holzprodukten ermöglichen.
Bereits als Pilotpartner beteiligt sind die Haslacher-Gruppe, Hördener Holzwerk, Rubner, Schilliger Bois, STEICO, Taglieber, Terhalle, ter Hürne, WeberHaus sowie Wood&Energy. HDH und GKM rufen weitere Unternehmen zur Mitarbeit auf. Gesucht werden Holzbaubetriebe aller Größenordnungen sowie Hersteller von Holzbauprodukten und Holzbausystemen. Die Unternehmen können sich mit Projekten, Daten und praktischen Erfahrungen an der Entwicklung beteiligen. Die Teilnahme an der Brancheninitiative lohnt sich aus Sicht der Verbände, denn wer die Standards in der Zertifizierung zur Kohlenstoffspeicherung mitpräge, definiere auch die zukünftigen Spielregeln.
Hintergrund der Initiative ist der europäische Rahmen für Carbon Removals (CRCF), der auch die Speicherung biogenen Kohlenstoffs in langlebigen Holzprodukten berücksichtigt. Da konkrete Bewertungsmethoden und Zertifizierungssysteme derzeit am Markt entstehen, sieht die Holzindustrie die Notwendigkeit, frühzeitig praxistaugliche und belastbare Standards mitzugestalten. Die Initiatoren erwarten, dass ein gemeinsamer Branchenansatz die Transparenz erhöht und die Klimaschutzwirkung des Holzbaus künftig besser sichtbar machen kann.


