Kragarmtreppe mit frei wirkenden Holzstufen planen
Treppen und Zubehör
Treppenmeister zeigt mit »Ego« eine Kragarmtreppe für hohe, repräsentative Räume. Die einseitig in der Wand verankerten Holzstufen ragen spektakulär frei in den Raum.

Außer im klassischen Vollquerschnitt können die Stufen auch in einer modernen abgeschrägten Form (Voutenform) gefertigt werden (Bild: Treppenmeister).
Die Kragarmtreppe »Ego« von Treppenmeister setzt auf Stufen, die nur an einer Seite an der Wand befestigt sind und ansonsten frei in den Raum ragen. Dadurch entsteht eine reduzierte, offene Treppenwirkung ohne Wange. Je nach Planung kann die Konstruktion ohne Geländer, mit frei gestaltbarem Geländer, mit Handlauf an der Wand oder mit einer Glasscheibe an der freitragenden Innenseite umgesetzt werden.
Aufbau und statische Voraussetzungen
Technisch handelt es sich um eine Kragarmtreppe. Die Stufen bestehen im Kern aus einem Stahlprofil, das mit Holz ummantelt wird. Ein robuster Wandanker sorgt für Stabilität, unterbindet Vibrationen und soll beim Auftreten ein sicheres Gefühl vermitteln. Für das Treppenmodell liegt laut Unternehmensangabe die bauaufsichtliche Zulassung ETA-09/0228 vor. Als bauliche Voraussetzung nennt der Hersteller eine Betonwand der Fertigungsklasse C25 für statisch relevante Bauteile.
Für die Holzummantelung stehen Eiche, Buche, Esche sowie weitere Harthölzer zur Wahl. Die Oberflächen können geölt, lackiert oder gebürstet ausgeführt werden. Damit lässt sich die Treppe an unterschiedliche Raum- und Einrichtungskonzepte anpassen. Die Stufen sind wahlweise im klassischen Vollquerschnitt oder in abgeschrägter Voutenform erhältlich.
Gestaltung, Sicherheit und Schallschutz
Das Treppenmodell eignet sich hauptsächlich für Räume mit hoher Decke und prägnanter Möblierung. Die offene Konstruktion stellt dabei besondere Anforderungen an Planung und Ausführung. Für zusätzliche Sicherheit können ein individuell gestaltbares Geländer, ein wandseitiger Handlauf oder eine Glasscheibe an der freitragenden Innenseite vorgesehen werden.
Als schlankere Variante ist eine Ausführung mit einer Stufenstärke von rund 65 mm verfügbar. Auch diese Version verfügt laut Unternehmensinformation über eine bauaufsichtliche ETA-Zulassung mit der Nummer 10/0158.
Bei Kragarmtreppen spielen neben der Statik auch Fragen des Schallschutzes eine wichtige Rolle. Treppenmeister unterhält ein schalltechnisches Treppen-, Entwicklungs- und Prüfinstitut, in dem das Schwingungsverhalten einzelner Treppen ermittelt wird. Aus dieser Arbeit stammt das Schallschutzpaket »Piano«, das bei Holztreppen gute Trittschalldämmwerte erreicht.


