CO₂-reduzierter Stahlrohr-Sessel
Möbel
Mit dem »D4 zirkulär« präsentieren Tecta, Designer Thomas Schnur und thyssenkrupp einen Stahlrohr-Sessel aus CO₂-reduziertem Stahl.

Bild: studio für gestaltung.
Der Stahlrohr-Sessel »D4 zirkulär« basiert auf dem historischen »D4« von Marcel Breuer aus dem Jahr 1927 und wurde mit »bluemint Steel« von thyssenkrupp gefertigt. Der Werkstoff weist gegenüber konventionell hergestelltem Stahl einen reduzierten CO₂-Fußabdruck auf, ohne die Materialeigenschaften zu verändern. Bei der Produktion des Stahls wird laut Hersteller bereits reduziertes Eisen eingesetzt. Dadurch sinken die CO₂-Emissionen des Produktionsprozesses, während Festigkeit und Verarbeitbarkeit erhalten bleiben.
Die Entwicklung entstand im Zusammenhang mit dem Projekt »An die Substanz« der Stiftung Bauhaus Dessau anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Bauhaus-Umzugs nach Dessau. Ziel war es, bestehende Designklassiker unter dem Aspekt neuer Materialkreisläufe weiterzuentwickeln. Initiator des Projekts war Designer Thomas Schnur, der gemeinsam mit Tecta und thyssenkrupp den Materialeinsatz neu konzipierte. Dabei blieb die Gestaltung des historischen Stahlrohrsessels erhalten, während der Werkstoff ausgetauscht wurde. Auch bei der Bespannung wurde ein Kreislaufansatz verfolgt. Sie besteht aus recyceltem Gewebe ehemaliger Hitzeschutzkleidung, wie sie bei der Stahlproduktion eingesetzt wird. Damit werden Materialien aus industriellen Anwendungen erneut genutzt.
Nach Angaben der Projektpartner soll der »D4 zirkulär« als Ausgangspunkt dienen, um künftig weitere Möbelentwürfe auf CO₂-reduzierte Stahlrohre umzustellen. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Stahlrohrsessel beginnt bei 1950 Euro.


