Eigentümerwechsel bei AKE Knebel: CSSP übernimmt Werkzeughersteller
Maschinenwerkzeuge
AKE Knebel geht mit neuem Eigentümer in die nächste Entwicklungsphase. Ansprechpartner, Verträge und Konditionen bleiben bestehen. Zugleich sollen Service, digitale Angebote und internationale Vertriebsaktivitäten weiter ausgebaut werden.

V. l.: Alexander Knebel, bisheriger Gesellschafter der AKE-Gruppe, und Claudia Rudigier sowie Dr. Siegmund Rudigier, Geschäftsführer CSSP (Bild: AKE).
Die CSSP Werkzeug Holding GmbH mit Sitz in München hat zum 1. September 2026 sämtliche Anteile an der AKE-Gruppe übernommen. Für Kunden, Handelspartner und Lieferanten ändert sich laut Unternehmensmitteilung nichts: Ansprechpartner, Verträge und Konditionen bleiben unverändert, der Betrieb läuft an allen Standorten regulär weiter. Auch das Bekenntnis zu den Standorten und zur Marke bleibe bestehen.
Der Präzisionswerkzeughersteller beschäftigt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist mit sieben nationalen und internationalen Gesellschaften aktiv. Ein Großteil der eigengefertigten Produkte wird in Deutschland entwickelt und produziert. Im Inland bestehen Standorte in Balingen, Rietberg und Prien. Internationale Gesellschaften gibt es in Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Rumänien und Ungarn.
Restrukturierung verbessert Abläufe
Dem Eigentümerwechsel ging ein Restrukturierungsprogramm voraus. Dabei wurden Prozesse in zentralen Bereichen neu aufgestellt, das Produktportfolio geschärft und Maßnahmen zur stärkeren Kundenbindung umgesetzt. Genannt werden unter anderem eine verbesserte Liefertreue durch um 20 bis 25 % verkürzte Produktionszeiten, eine steigende Nachfrage, ein höheres Auftragsvolumen und eine wettbewerbsfähige Kostenbasis.
Auch technologisch wurde das Portfolio weiterentwickelt. Mit »Fusion Cutter« bringt das Unternehmen einen DP-Fügefräser für moderne Produktionsumgebungen in der Holz- und Möbelindustrie auf den Markt. Das Werkzeug soll Maschinenstillstandszeiten verringern und Werkzeugkosten pro Schnitt senken. Neue Sägeblatttechnologien sollen zudem dazu beitragen, Energiekosten zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.
Service und Internationalisierung im Fokus
Im Mittelpunkt der weiteren Agenda stehen kundenspezifische Kreissägeblätter und Fräswerkzeuge. Darauf aufbauend soll das Servicegeschäft gezielt erweitert werden, von der Instandhaltung bis zum Nachschleifservice. Gleichzeitig wird der Vertrieb in Europa, Amerika und Australien ausgebaut, ebenso das Geschäft in neuen Produktsegmenten. Parallel will das Unternehmen in digitale Services investieren, darunter eine automatisierte Auftragserfassung und eine neue Service-App.




