Elka modernisiert Spanplattenwerk

Artikel vom 3. Juli 2026
Platten

Dieffenbacher liefert für elka eine »Cebro«-Spanplattenlinie mit 20-MW-Energieanlage nach Morbach. Die Anlage ersetzt drei Einetagenpressen und soll Rohstoff- sowie Energieeinsatz senken. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.

Luftaufnahme der elka-Holzwerke GmbH in Morbach (Bild: elka).

Luftaufnahme der elka-Holzwerke GmbH in Morbach (Bild: elka).

Die elka-Holzwerke GmbH modernisiert ihr Spanplattenwerk am Hauptsitz in Morbach. Dieffenbacher liefert dafür eine »Cebro«-Spanplattenanlage mit Energieanlage. Der Auftrag gehört zu einem Modernisierungsprojekt, das seit 2022 läuft und für das ein hoher zweistelliger Millionenbetrag vorgesehen ist.

Mit der neuen kontinuierlichen Linie ersetzt der Holzwerkstoffhersteller drei Einetagenpressen aus den Jahren 1968, 1973 und 1990. Auch diese Pressen stammten von Dieffenbacher. Die Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer reicht bis 1961 zurück, als das Unternehmen unter dem Namen Lud. Kuntz GmbH erstmals eine Einetagenpresse für die Spanplattenproduktion bestellte.

Lieferumfang für die neue Linie

Zum Lieferumfang zählen alle wesentlichen Gewerke von der Formierung bis zur Endfertigung. Dazu gehört die neue »Formstation Span«, die den Rohstoff- und Energieverbrauch senken soll. Die kontinuierliche Anlage arbeitet mit dem Pressensystem »CPS+«. Ergänzend sind ein Pressenabluftreinigungssystem mit Gleichstromwäscher sowie die Digitalisierungsplattform »Evoris« vorgesehen. Bestellt wurde außerdem eine 20-MW-Energieanlage. Sie soll Wärme für die Pressenlinie und die Trocknung bereitstellen und flexibel mit frischer Biomasse sowie Altholz arbeiten. Damit verbindet das Projekt die Modernisierung der Spanplattenproduktion mit einer angepassten Energieversorgung am Standort.

Ressourcen, Energie und Formatvielfalt

Der Holzwerkstoffhersteller will mit der Investition seine Position als Spezialitätenanbieter ausbauen. Im Fokus stehen Spanplatten aus regionalem Frischholz sowie die Holzbauplatten »esb« und »esb Plus«. Ziel ist eine größere Formatvielfalt, damit Kunden die benötigten Maße aus einer mittelständischen Fertigung erhalten.

Nach Angaben des Unternehmens soll die neue Technik die Produktion material- und energiesparender machen. Der CO₂-Fußabdruck der Produkte soll dadurch um rund 40 % sinken. KI-gestützte Anwendungen sollen zudem helfen, die Anlage weiterzuentwickeln und effizient zu betreiben.

Die Montage der neuen Anlage in Morbach soll um den Jahreswechsel 2026/2027 beginnen. Die Spanplattenlinie ist für den Sommer 2027 zur Inbetriebnahme vorgesehen. Gegen Ende 2027 soll auch die Energieanlage den Betrieb aufnehmen.

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