Holzbau

Artikel vom 17. Mai 2018
Lohnarbeiten

Die zehn Meter hohe dreigeschossige Konstruktion eines in Holzbauweise errichteten Büro- und Verwaltungsgebäudes ist ein ungewöhnliches Bauwerk und zeigt, wie viel Potenzial im Naturbaustoff Holz steckt. Das Gebäude wurde von der ZimmerMeisterHaus-Manufaktur GAPP Holzbau in Öpfingen (Baden-Württemberg) auf dem eigenen Gelände gebaut. Es wurde in nur acht Monaten Bauzeit in Passivhaustechnik erstellt. Die Nutzfläche von rund 400 qm bietet viel Platz für Technik- und Besprechungsräume sowie für eine große Lobby. Zehn Büroräume befinden sich im ersten und zweiten Obergeschoss. Genutzt wurden für den Neubau hauptsächlich heimische Hölzer, ergänzt von vielen weiteren ökologischen Materialien wie zum Beispiel Holzweichfaserdämmung für Wand und Dach oder »Heradesign«-Akustikplatten aus Holzwolle für die Decken. Die Bodenplatte besteht aus Stahlbeton, Außenwände und tragende Innenwände sind in Holz-Rahmen-Bauweise in der firmeneigenen Produktionshalle vorproduziert und montiert worden. Nichttragende Innenwände wurden als Metallständerwände vor Ort eingezogen, ergänzt durch unterschiedliche Deckensysteme. Die Fassade ist eine Kombination aus einer Holz-Rahmen-Konstruktion mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion aus Eichenholz. Die Glasflächen der Pfosten-Riegel-Fassade bilden dabei einen homogenen Übergang zu der – einer Holzmaserung nachempfundenen – vorgesetzten Plattenfassade aus HPL-Platten. Die sichtbaren Pfosten aus Eichenholz sind dreiseitig auf Abbrand bemessen. Sie haben die Aufgabe, die Deckenlasten an der Fassadenebene über die Außenwände abzutragen. Bei der Lastabtragung werden diese unterstützt durch das in Holzbauweise errichtete Treppenhaus sowie zwei weitere Stahlstützen in der Gebäudemitte. Im Gebäude wurden drei verschiedene Deckenkonstruktionen eingesetzt: Vollholzdecke, Lignotrenddecke und Holz-Beton-Verbundkonstruktion. Die Holz-Beton-Verbunddecke setzt sich aus untenliegenden, 10 cm dicken Brettschichtholzelementen und bauseits hergestellten Ortbetondecken zusammen. Die Schubkräfte zwischen Holz und Beton werden im Wesentlichen über eingefräste Schubkerven übertragen. In den Beton ist neben der erforderlichen Zugbewehrung eine einlagige Schwindbewehrung mit Abstandshaltern auf den Brettschichtholzelementen eingelegt.

 

Teilen
PDF-Download
Weiterempfehlen
Drucken
Hersteller aus dieser Kategorie
Rudolf Ostermann GmbH
Schlavenhorst 85
D-46395 Bocholt
02871 2550-0
verkauf.de@ostermann.eu
www.ostermann.eu
Firmenprofil ansehen
Schorn & Groh GmbH
Printzstr. 15-17
D-76139 Karlsruhe
0721 96245-0
marketing@sg-veneers.com
www.sg-veneers.com
Firmenprofil ansehen