Plattenaufteil-Kreissägeblätter: Besser sägen im großen Maßstab

Artikel vom 29. Mai 2020
Maschinenwerkzeuge

Es gilt als selbstverständlich, dass die Schneidenkanten eines Sägeblattzahns einen Span erzeugen. Dieser wird in einen vor dem Zahn vorgelagerten Spanraum hineingeführt, festgehalten und nach Austritt der Schneidenkante aus dem Werkstück wieder ausgeworfen. Dieses Prinzip wurde nie hinterfragt, bis der Werkzeughersteller AKE aus Balingen eine neue Art der Zerspanung vorstellte.

Das neue Sägeblatt mit 730 Millimeter Durchmesser. Bilder: AKE

Das neue Sägeblatt mit 730 Millimeter Durchmesser. Bilder: AKE

Unter dem Begriff »Zerspanung 2.0« werden bei AKE bereits seit 2015 zahlreiche Produkte zusammengefasst, die – anders als alle anderen konventionellen Werkzeugtypen – auf eine neue Art der Zerspanung setzen. Alle zeichnen sich durch eine besonders effiziente Standzeit und Schnittqualität aus. Ab 2016 wurde dieses Zerspanungsprinzip mit der Type 2.0024 gezielt auch auf den Bereich der Plattenbearbeitung ausgedehnt. Seit 2017 gibt es ein erstes Komplettprogramm für Plattenaufteilkreissägen. Im Jahr 2019 stellte das Unternehmen seinen Kunden ein noch umfangreicheres Produktprogramm bereit. Darunter finden sich auch erstmals für den Formatschnitt optimierte Durchmesser bis 730 Millimetern, die dem Anwender viele Vorteile bieten.

Vorteile für den Anwender

Hier ist besonders hervorzuheben, dass Plattenaufteilkreissägeblätter der »2.0«-Generation im Vergleich zu herkömmlichen Kreissägeblättern mit optimierten Spanräumen und dem besonderen Merkmal »ChipBelt« ausgestattet sind – ein vom Grundkörper abgesetzter Bereich, der abgetragene Späne zielgerichtet abführt. Dieser speziell konstruierte Bereich mit dem zentralen Vorteil, dass Späne gezielt von der Schneide abgeleitet wird, ermöglicht so eine deutliche Reduktion der verschleißenden Mehrfachzerspanung und dadurch eine erhebliche Verbesserung der Standzeit des Kreissägeblatts.

Funktionsprinzip: Das spezielle Grundkörperdesign sorgt für eine gezielte Führung der Späne in die Spanfläche bei gleichzeitiger Minimierung des Spanraums. Grafik: AKE

Funktionsprinzip: Das spezielle Grundkörperdesign sorgt für eine gezielte Führung der Späne in die Spanfläche bei gleichzeitiger Minimierung des Spanraums. Grafik: AKE

Im direkten Vergleich zu herkömmlichen Kreissägeblättern kann so eine Standzeiterhöhung um bis zu 70 Prozent erreicht werden, während die Gesamtkosten um bis zu 35 Prozent sinken können. Auch die Lautstärke beim Sägen wird nach einem ähnlichen Prinzip wie beim besonders leisen »Supersilent«-Sägeblatt um bis zu 50 Prozent reduziert.

AKE bietet den Anwendern ein umfassendes Komplettprogramm an. Je nach Anwendungsfall können Fertigschnitt- und Dünnschnittversionen in gängigen Größen bezogen werden. Im Bereich des Formatschnitts bieten die Sägeblattdurchmesser bis 730 Millimeter vor allem große Schnitthöhen. Mit den großen Durchmessern ist so ein besonders hoher Ausstoß im industriellen Paketschnitt erzielbar. Für Anwendungen mit Fertigschnittanspruch stehen Werkzeuge mit einem Durchmesser von 280 bis 520 Millimeter zur Verfügung.

Was bringt die Zukunft?

Das AKE-Plattensägenprogramm ist bereits heute tapio-ready, womit die Artikel künftig über einen Barcode in das Ökosystem von Tapio, dem offenen Digitalisierungs-Ökosystem der Holzbranche, importiert und dort verwaltet werden können. Die Plattenbearbeitung steht immer mehr im Fokus der Branche. Deshalb können Anwender vom Werkzeughersteller aus Balingen in diesem Anwendungsfeld weiterhin innovative Produkte mit entsprechenden Vorteilen erwarten.

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