Schmelzkleber

Artikel vom 14. März 2019
Klebstoffe, Leime, Öle

Bei der hochwertigen Bekantung von Holzwerkstoffplatten ist eine nicht sichtbare Klebfuge, die sogenannte Nullfuge erwünscht, um optische Ansprüche zu erfüllen. Doch in besonders beanspruchten Innenräumen wie etwa in Küche oder Bad müssen Möbelkanten nicht nur perfekt aussehen, sondern auch hohen technischen Anforderungen standhalten. Die Qualität der Kantenklebung von Möbeln mit starker Beanspruchung misst sich neben einer makellosen Optik auch an einer möglichst dauerhaften Wasser-, Wasserdampf- und Wärmebeständigkeit. Ein grundlegender Parameter, der neben dem Klebstofftyp signifikant die Güte und Langlebigkeit der Kantenklebung beeinflusst, ist die Klebstoffauftragsmenge. Ist diese zu gering und das Auftragsbild somit nicht homogen, können im Randbereich zwischen Breit- und Schmalfläche unbenetzte Hohlräume in der Klebfuge entstehen, auch bekannt als sogenannte Lunker. Bereits kleinste Defekte können aufgrund des entstehenden Kapillareffekts zum Eindringen von Feuchtigkeit führen. Erst bei einem homogenen und ausreichenden Klebstoffstoffauftrag kommen die Eigenschaften von Pur-Schmelzklebstoffen zum Tragen: Unter Anwendung von diesen feuchtigkeitsreaktiven Schmelzklebstoffen findet nicht nur eine chemische Vernetzung im Klebstoff selbst, sondern auch in den Kontaktflächen zu den Substraten statt. So lassen sich sehr gute Festigkeitswerte bei der Klebung erzielen. Entfaltet der Pur-Schmelzklebstoff bei homogenem Auftragsbild seine volle Wirkung, kann er sowohl die optischen als auch technischen Anforderungen, die im modernen Möbelbau an eine Kantenklebung gestellt werden, erfüllen. Insbesondere ungefüllte Pur-Schmelzklebstoffe der neuesten Generation ermöglichen feine, farblose Klebstofffugen – die Nullfuge in Pur-Qualität.

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