Kesseböhmer und Häfele pausieren Klappenbeschlag-Einführung
Teile und Beschläge vorwiegend aus Metall
Kesseböhmer und Häfele setzen die Markteinführung der Klappenbeschläge »FREEslim« vorerst aus. Grund ist eine wirtschaftliche Neubewertung der Industrialisierung angesichts zurückhaltender Investitionen, gestiegener Kosten und eines verzögerten Markthochlaufs bei neuen Beschlaggenerationen.

Bild: Kesseböhmer.
Die Markteinführung der neuen Klappenbeschlagfamilie »FREEslim« wird pausiert – das vermeldeten Kesseböhmer und Häfele am 4. September 2026, die beide die Klappenbeschlagfamilie entwickelt haben. Ausschlaggebend sei eine wirtschaftliche Neubewertung der Industrialisierung. Der Markthochlauf für neue Beschlaggenerationen habe sich verzögert, zugleich belasteten gestiegene Rohstoff- und Energiekosten das Umfeld. Die bereits eingeführte Variante »Flap« bleibt im Markt.
Durch die Entscheidung ist das bestehende Sortiment von Kesseböhmer nicht betroffen, teilte das Unternehmen mit. Die Produkte »Duo«, »Maxi«, »FreeSpace« und »Free Light« bleiben unverändert im Markt und werden weiter vermarktet, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung. Für laufende Projekte ändere sich nichts, auch bleibe Kesseböhmer im Markt für Klappenbeschläge aktiv.
Stimmen aus den Unternehmenführungen
»Die Entscheidung folgt unserem Anspruch einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Innovation braucht den Mut zu investieren – genauso braucht es die Konsequenz, Investitionsentscheidungen an veränderten Marktrealitäten und belastbaren wirtschaftlichen Erkenntnissen neu auszurichten. Unsere Ambition bleibt dabei unverändert. Was wir anpassen, sind nicht unsere Ziele, sondern der richtige Zeitpunkt und der richtige Weg, sie wirtschaftlich erfolgreich zu erreichen«, sagt Gregor Riekena, CEO der Häfele Gruppe.
»Ein Familienunternehmen denkt langfristig und nachhaltig, nicht in Produktzyklen. Mit ›FREEslim‹ haben wir technisch alles erreicht, was wir uns vorgenommen hatten. Eine Innovation trägt sich aber erst, wenn der Markt bereit ist, in sie zu investieren, und diese Bereitschaft ist heute nicht gegeben. Eine richtige Entscheidung von gestern ist deshalb nicht automatisch die richtige von heute. Dieser Schritt fällt uns nicht leicht, ist aber Ausdruck der Verantwortung, die wir für dieses Unternehmen tragen. Was morgen möglich ist, bestimmt der Markt«, erläutert liver Kesseböhmer, CEO der Kesseböhmer-Unternehmensgruppe.




