Fahrerloses Transportsystem für Türrohlinge

Artikel vom 7. Oktober 2026
Materialtransport, -Förderung, -Lagerung

Schörghuber automatisiert im Werk Ampfing den Materialfluss zwischen Produktionshallen mit einem fahrerlosen Transportsystem. Zwei Fahrzeuge transportieren dabei Türstapelrohlinge mit einem Gewicht von bis zu 3000 kg zu den Bearbeitungsstationen.

Das fahrerlose Transportsystem befördert Türstapelrohlinge mit bis zu 3000 kg zwischen den Produktionshallen (Bild: Schörghuber).

Das fahrerlose Transportsystem befördert Türstapelrohlinge mit bis zu 3000 kg zwischen den Produktionshallen (Bild: Schörghuber).

Schörghuber Spezialtüren setzt seit Dezember 2024 zwei fahrerlose Transportfahrzeuge (FTS) für innerbetriebliche Materialbewegungen ein. Sie übernehmen im Werk Ampfing die Just-in-time-Versorgung von Fertigungsanlagen und befördern liegend gelagerte Türstapelrohlinge zwischen verschiedenen Produktionsbereichen. Ein Puffer verbindet dabei die einzelnen Anlagen und unterstützt den kontinuierlichen Materialfluss.

Bis zu drei Tonnen Traglast

Besondere Anforderungen ergeben sich aus Gewicht und Abmessungen der transportierten Werkstücke. Die FTS müssen Türstapel mit bis zu 3000 kg aufnehmen können. Gleichzeitig waren unterschiedliche Werkstückgrößen sowie die vorhandenen Produktions- und Sicherheitssysteme bei der Auslegung zu berücksichtigen.

Eine weitere konstruktive Vorgabe war die Rollenbandhöhe von lediglich 35 cm. Lade- und Fördertechnik mussten deshalb entsprechend kompakt ausgeführt und unterhalb dieser Höhe in das Transportsystem integriert werden.

Freie Navigation im Werk

Die für Schörghuber entwickelte Lösung arbeitet mit freier Navigation. Damit können die FTS die vorgesehenen Transportaufgaben zwischen den Produktionsbereichen übernehmen, ohne an eine fest installierte Spurführung gebunden zu sein. Zum Anlagenkonzept gehört außerdem induktives Laden.

Das Materialflusssystem ist darauf ausgelegt, die Fertigungsprozesse flexibel bis zu Losgröße 1 zu versorgen. Standardisierte Transportabläufe sollen dabei auch das Risiko von Beschädigungen beim innerbetrieblichen Transport reduzieren und die Qualitätssicherung unterstützen.

Automatisierung entlastet Beschäftigte

Neben der Materialversorgung verfolgt Schörghuber mit FTS das Ziel, körperlich belastende Routinetätigkeiten zu reduzieren. Die Fahrzeuge können rund um die Uhr eingesetzt werden und übernehmen wiederkehrende Transporte zwischen den Produktionshallen. Dadurch sollen Beschäftigte für andere Aufgaben zur Verfügung stehen und personelle Engpässe bei den Transportprozessen abgefedert werden.

Die beiden derzeit eingesetzten Fahrzeuge bilden den ersten Ausbauschritt. Weitere fahrerlose Transportfahrzeuge befinden sich laut Unternehmen bereits in Planung. Damit soll die Automatisierung des innerbetrieblichen Materialflusses im Werk Ampfing weiter ausgebaut werden.

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