Immer einen Schritt voraus

Artikel vom 13. März 2023
IT und Organisation

In den vergangenen Jahren expandierte die Stengele Holz- und Kunststofftechnik GmbH kontinuierlich. Der Innenausbauer für die Caravan-Branche trifft mit seinen frischen Ideen sowie mit seinen technischen Umsetzungen immer wieder den Puls der Zeit. Dabei wird das Thema Entwicklung zunehmend stärker. Um hier gute Ergebnisse zu erzielen, setzt das Allgäuer Unternehmen seit einigen Jahren erfolgreich auf Software von DPS.

Die vielen Konstruktionsmöglichkeiten überzeugte das Team bei Stengele (Bild: DPS).

Die vielen Konstruktionsmöglichkeiten überzeugten das Team bei Stengele (Bild: DPS).

Seit 1999 leitet Erwin Stengele das Familienunternehmen mit Sitz in Kißlegg in der dritten Generation. Der Betrieb fertigt Ausbau- und Aufbaukomponenten für Caravans, Wohnmobile sowie Kastenwagen und zählt aktuell rund 230 Mitarbeitende. Auf über 20.000 m² wird an fünf Standorten produziert.

Die Produktpalette umfasst ca. 8000 Artikel aus Holz oder Kunststoff. Zu den wichtigsten Erzeugnissen zählen Möbelfronten, Schlafsysteme, Küchenarbeitsplatten, Fußböden, Waschbecken, Stauräume, Podeste sowie Dachverkleidungen Damit ist der komplette Innenausbau für Wohnmobile etc. durch das Allgäuer Unternehmen möglich.

Thomas Elision präsentiert bei der Produktionsbesichtigung ein Fertigungsteil aus dem Leichtbau (Bild: DPS).

Thomas Elision präsentiert bei der Produktionsbesichtigung ein Fertigungsteil aus dem Leichtbau (Bild: DPS).

Der Standort Kißlegg liegt im Caravan-Dreieck Süddeutschlands, die Kunden Hymer in Bad Waldsee, Dethleffs in Isny und Carthago in Aulendorf können innerhalb weniger Autominuten erreicht werden. Ein Vorteil, der sich oft als äußerst nützlich erweist, nämlich dann, wenn eine Komponente ohne großen Logistikaufwand ausgeliefert wird.

Meilensteine für die Produktion: Nesting und 3D

Der Maschinenpark von Stengele umfasst über 50 Maschinen, darunter 19 CNC-Maschinen, diverse Bohrautomaten, Kantenanleimer und Lasermaschinen. In den letzten Jahren wurde besonders in 5-Achs-Nesting-Maschinen investiert. Diese Entwicklung zählt neben der 3D-Zeichnung zu den großen Meilensteinen in der Produktion.

»Die Entwicklung von ganzen Möbel-Sets ging erst mit dem Einsatz von ›Solidworks‹ so richtig los«, sagt Konstruktionsleiter Thomas Nägele. »Durch ›Swood Design‹ und ›Swood CAM‹ haben wir in den letzten Jahren auch sehr viel für unsere Kunden entwickelt. Ohne die Programme, wäre uns das gar nicht möglich gewesen. Erst durch die 3D-Zeichnungen können wir das dem Kunden gegenüber professionell darstellen und präsentieren.«

Selbst bei dem großen Maschinenpark, gibt es immer noch Arbeitsschritte, die von Hand gemacht werden müssen (Bild: DPS).

Selbst bei dem großen Maschinenpark, gibt es immer noch Arbeitsschritte, die von Hand gemacht werden müssen (Bild: DPS).

Auch bei der Fertigung von Prototypen und Formteilen oder bei der Herstellung von Schablonen verschaffen die Programme einen großen Vorteil: Zeichnen, drucken, prüfen und anpassen – all das ist nun möglich. Insgesamt haben sechs Mitarbeiter von Stengele die »Solidworks«-Grundschulung absolviert. Sie umfasst sieben Tage, aufgeteilt auf zwei Wochen – und dieses Know-how zahlt sich im Alltag aus.

Know-how für den Werkstoff Holz

»Besonders bei den Formteilen war der Bedarf an dreidimensionalen Zeichnungen vorhanden. So war klar, dass wir eine Software-Lösung brauchen, mit der wir entsprechend zeichnen und natürlich auch programmieren können«, beschreibt Thomas Nägele die Ausgangssituation in der Fertigung. »Mit ›Solidworks‹ lassen sich eigene Schablonen ohne viel Aufwand direkt an der Maschine erzeugen.«

Aufmerksam auf die Lösungen von DPS, wurde der Konstruktionsleiter bei einem Treffen mit ehemaligen Schulkollegen der Technikerschule, die von ihren Erfahrungen von »Solidworks« und »Swood« berichteten. Kurze Zeit später nutzten er und Produktionsleiter Thomas Elison die Gelegenheit, sich auf der Messe Ligna in Hannover direkt auf dem Stand von DPS zu informieren.

Konstruktionsleiter Thomas Nägele (re.) mit Oliver Bühler, Account-Manager bei DPS (Bild: DPS / Oliver Bühler).

Konstruktionsleiter Thomas Nägele (re.) mit Oliver Bühler, Account-Manager bei DPS (Bild: DPS / Oliver Bühler).

»Natürlich haben wir bei der Entscheidung für die Software auch andere Anbieter eingeladen und in Betracht gezogen«, erzählt der Produktionsleiter. »Doch was uns dabei auffiel, war das fehlende Know-how für den Werkstoff Holz. Bei DPS gefiel uns, dass es einfach auch Schreiner waren, da stimmte die Chemie von vorneherein und man fühlt sich schlicht auf der gleichen Linie.«

Kleine Häuser, großes Potenzial

Und was man mit dem Werkstoff Holz, der richtigen Technik sowie dem Wissen über Wohnen auf kleinem Raum sonst noch machen kann, zeigt sich bei Stengele seit etwa fünf Jahren in einem ihrer Vorreiterprojekte: Mit »Tiny House Kisslegg« tüftelt das Unternehmen an einer neuen Raumlösung mit vielen Chancen sowie individuellen Nutzungsmöglichkeiten.

Das Basismodell »Lilletør« ist 7,20 m lang, 2,55 m breit und 3,35 m hoch. Boden und Wände sind in Sandwich-Bauweise konstruiert, das Dach in runder Form. Alle Bauteile sind aus Holz und mit Holzfaserdämmung ausgestattet. Durch die gewählte Bauweise können sowohl bestmögliche Stabilität und Dichte sowie ein gesundes Raumklima gewährleistet werden.

Mit Tiny Houses tüftelt das Unternehmen seit einigen Jahren an seiner Interpretation von Wohnen auf kleinem Raum (Bild: Stengele).

Momentan finden die Minihäuser drei verschiedene Anwendungsfelder. Neben seiner eigentlichen Nutzung, um darin zu jeder Jahreszeit zu leben, finden die Modelle zudem Anklang als beheizter Unterschlupf für Waldkindergärten oder als mobile Sauna. Für letzteres lässt sich die Fläche in einen Saunaraum und einen Ruheraum unterteilen, befeuert wird über einen Holzofen.

Nachhaltig und effizient

Während viele Unternehmen noch immer dabei sind, sich über nachhaltige, umweltschonende und energieeffizientere Lösungen Gedanken zu machen, werden bei Stengele diese Themen seit jeher als Selbstverständlichkeit angesehen. Jüngstes Beispiel ist der Neubau. Dabei entstand ein Wärmerückgewinnungskonzept, bei dem die Maschinen an Vakuumpumpen angekoppelt wurden und über die der Wasserspeicher gefüllt und erwärmt wird. So wird während der Produktion stetig Energie erzeugt und gespeichert oder die Hallen werden direkt damit beheizt.

Auch die Fläche des Hallendachs wurde genutzt, um es mit einer Fotovoltaikanlage auszurüsten. Wenn die Sonne scheint, ist man durch diese Maßnahmen komplett autark. Erst bei Temperaturen von unter 0 °C muss leicht zugeheizt werden – in Zeiten wie diesen ein großer Vorteil.

Für Stengele machen diese Denkweise und die dazugehörigen Maßnahmen den Erfolg des Unternehmens aus. »Wir müssen immer einen Schritt voraus sein, um unserer Marktposition gerecht zu bleiben,« sagt Thomas Elison. »Dies gilt für nahezu alle Entscheidungen.«

Zuverlässigkeit, die verbindet

»Mit ›Swood‹ kann man ziemlich schnell ziemlich viel realisieren«, erläutert Konstruktionsleiter Nägele. »Das Programm passt zu unseren Anforderungen, z. B. kurze Zeitfenster und großer Optimierungsbedarf. Schnell lässt sich eine erste Lösung skizzieren, im nächsten Schritt folgt die kontinuierliche Verbesserung des Entwurfs. Wir können die Änderungen tauschen, aktualisieren und sind dadurch immer flexibel. Per Knopfdruck wird das CNC-Programm geschrieben. Und auch der Materialpreis kann so direkt kalkuliert werden. All das sind für uns wichtige Kriterien in der Zusammenarbeit mit dem Kunden.«

Es sind die vielen einzelnen Feinheiten und vor allem die Zuverlässigkeit, weshalb die Zusammenarbeit zwischen Stengele und DPS so gut funktioniert. Beide Unternehmen schätzen einander, sind ehrlich in der Kommunikation und geben diese Werte auch an ihre Kunden weiter. Oliver Bühler, Account-Manager bei DPS, ist ebenfalls sehr angetan vom Miteinander: »Die Firma Stengele ist ein bodenständiges Unternehmen. Sie sind innovativ und legen sehr viel Wert auf nachhaltiges Wirtschaften. Meine Ansprechpartner spiegeln genau das wider. Der Umgang ist äußerst angenehm und die Wertschätzung auf beiden Seiten spürbar. Es ist mehr als eine Kundenbeziehung, ich würde es eher als eine gut funktionierende Partnerschaft beschreiben.«

Flexibilität als Erfolgsfaktor

Eins haben die letzten Jahre besonders gezeigt: Nur wer gut darin ist, auf veränderte Bedingungen und aktuelle Situationen einzugehen, kann auch in Krisenzeiten erfolgreich sein. Daher liegt die momentane Firmenstrategie darin, flexibel und wirtschaftlich auf sämtliche Herausforderungen der Branche zu reagieren, statt stur an starren Zukunftsplänen zu verhaften.

Stengele sieht auf diesem Weg erneut die Lösungen von DPS als eine Hilfestellung an: »Mit ›Swood‹ lassen sich simple, aber auch hochkomplexe Konstruktionen flexibel entwerfen. So konnten wir erst kürzlich für das Modell Vito eine Schablone für ein Dach fräsen und dem Kunden damit enorm weiterhelfen. Durch die einfache Anwendung lässt sich in der Praxis damit äußerst kreativ arbeiten.«

»Bei DPS stimmt einfach auch die Kommunikation«, erläutert Nägele. »Selbst wenn ein Mitarbeiter die Frage nicht direkt beantworten kann, sie kümmern sich so schnell wie möglich und rufen zurück. Mir ist es lieber, das Serviceteam reagiert ehrlich und hakt im Zweifel lieber noch einmal nach, als dass ich mit einer Antwort abgespeist werde, die sich später als nicht realisierbar herausstellt.«

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