Kärcher und Stihl starten Akku-Allianz für Profigeräte

Artikel vom 3. Juli 2026
Ver- und Entsorgungsanlagen

Kärcher und STIHL bündeln ihre Akku-Technik: Das »Allpro«-Akkusystem soll professionellen Anwendern einen gemeinsamen Standard für Reinigungs-, Motor- und Forstgeräte bieten. Neue Akkus, Ladegeräte und Partneranwendungen sollen Abläufe vereinfachen.

Michael Traub, Vorsitzender des Vorstands der Stihl AG, und Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG, bei der Vorstellung des Akku-Systems (Bild: Kärcher).

Michael Traub, Vorsitzender des Vorstands der Stihl AG, und Hartmut Jenner, Vorsitzender des Vorstands der Alfred Kärcher SE & Co. KG, bei der Vorstellung des Akku-Systems (Bild: Kärcher).

Mit ihrer gemeinsamen Akku-Allianz wollen die Alfred Kärcher SE & Co. KG und die Andreas Stihl AG & Co. KG professionellen Anwenderinnen und Anwendern einen einheitlichen Akkustandard anbieten. Das »Allpro«-Akkusystem bildet die technische Basis und soll künftig in Profigeräten beider Marken eingesetzt werden. Ziel ist, Aufgaben in Reinigung, Garten- und Landschaftsbau, Forst, Bau, Facility Management und bei Hilfsorganisationen mit einem gemeinsamen System abzudecken.

Ein Standard für mehrere Einsatzbereiche

Der gemeinsame Ansatz soll Komplexität reduzieren: Hochleistungsakkus und Ladegeräte lassen sich künftig für Reinigungsgeräte sowie für Motorgeräte nutzen. Anwender des bisherigen »AP«-Systems von Stihl sollen auf Kompatibilität bauen können. Vorhandene Akkus lassen sich laut Mitteilung auch mit den neuen Reinigungs-Akkugeräten einsetzen. Für Anwender von Kärcher-Geräten ist der Standard eine neue Plattform, für vorhandene Geräte aus dem bisherigen »Battery Universe« sollen jedoch Service, Ersatzteile und Akkus weiter verfügbar sein.

Die Verfügbarkeit der neuen Akkus bei Stihl wird für den 1. August 2026 im Fachhandel angekündigt, der Marktstart für die neuen Akkus und Geräte von Kärcher ist für den 1. Januar 2027 vorgesehen. Ergänzend sollen weitere Kooperationspartner den Standard in Anwendungen wie Forstwinden, Geräteträgern oder mobilen Tankstellensystemen einsetzen. Insgesamt wird ein System mit mehr als 120 Geräten angekündigt, die mit den gleichen Akkupacks betrieben werden sollen.

Akkutechnik mit Standard- und Tabless-Zellen

Das markenübergreifende System ist in zwei Technologieklassen gegliedert. Die Modelle »AP 20.1« und »AP 30.1« basieren auf Standardzellen und erscheinen im einheitlichen Design. Die »Performance«-Modelle »AP 100 P«, »AP 200 P« und »AP 300 P (Connected)« nutzen eine Tabless-Zellarchitektur. Dabei wird der Strom nicht über eine einzelne Engstelle geführt, sondern über die Oberfläche der Zelle verteilt. Das soll den Innenwiderstand senken und die Wärmeentwicklung beim Betrieb und Laden reduzieren.

Im Vergleich zu einem bisherigen Standard-Akku soll das Modell »AP 300 P« eine um 60 % höhere Spitzenleistung und eine um 20 % gesteigerte Laufzeit bieten. Zudem soll sich die Ladezeit halbieren. Die Lebensdauer wird mit bis zu 3000 Ladezyklen ohne Leistungseinbußen angegeben.

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