Wisewoods optimiert MDF-Linie mit »Z-Sichter« für Kautschukholz

Artikel vom 21. August 2026
Komplettanlagen zur Herstellung von Holzwerkstoffplatten

Wisewoods hat in Khao Yoi einen zweiten »Z-Sichter« von Dieffenbacher mit Dryer Discharge Conveyor in Betrieb genommen. Die Technik ersetzt zwei konventionelle Sichter in der MDF-Produktion, verbessert die Verarbeitung von Kautschukholz und senkt den Energieverbrauch in diesem Bereich um etwa die Hälfte.

Dryer Discharge Conveyor (DDC) in der MDF-Linie 1 von Wisewoods (Bild: Dieffenbacher).

Dryer Discharge Conveyor (DDC) in der MDF-Linie 1 von Wisewoods (Bild: Dieffenbacher).

Der thailändische MDF-Hersteller Wisewoods hat an seinem Produktionsstandort in Khao Yoi, Thailand, einen zweiten »Z-Sichter« von Dieffenbacher mit Dryer Discharge Conveyor (DDC) in Betrieb genommen. Das System optimiert die Materialzuführung und ersetzt zwei konventionelle Sichter in einer bestehenden MDF‑Produktionslinie. Ziel ist es, die Verarbeitung von Kautschukholz weiter zu verbessern. Dieser Rohstoff wird für 99 % der Produkte des Unternehmens eingesetzt.

Bereits im August 2024 war am Standort eine neue »Cebro«-MDF-Anlage erfolgreich angelaufen. Auch sie ist mit einem entsprechenden Sichtersystem ausgestattet, um Kautschukholz effizienter verarbeiten zu können. Der zweite Einsatz der Technik zeigt, dass der Betreiber die Erfahrungen aus der neueren Linie nun auf eine weitere MDF-Anlage überträgt.

Kautschukholz stellt besondere Anforderungen

Bei der Verarbeitung von Kautschukholz sind Latexrückstände eine zentrale Herausforderung. Sie besitzen in der Regel nahezu die gleiche Dichte wie Holzfasern. Konventionelle Sichter können zwar Leimklumpen, Metalle oder grobe Fasern entfernen, Latexbestandteile lassen sich damit jedoch nur eingeschränkt aussortieren. Die zickzackförmigen Einbauten des neuen Sichtersystems sind darauf ausgelegt, diese Verunreinigungen aus dem Faserstrom zu entfernen.

Damit verbessert die Anlage die Voraussetzungen für eine gleichmäßigere Plattenqualität. In der MDF-Produktion ist das besonders relevant, da Verunreinigungen im Rohstoff die Qualität des Endprodukts beeinflussen können. Durch die gezielte Abscheidung von groben Kautschukholzfasern und Latexrückständen wird die Materialaufbereitung innerhalb der Linie stabilisiert.

Energiebedarf im Sichterbereich sinkt

In der bestehenden MDF-Linie wurden zwei ältere Sichter durch ein neues System ersetzt. Nach Angaben des Anlagenbauers konnte dies ohne Kapazitätsverluste umgesetzt werden. Gleichzeitig verbesserte sich die Qualität, und der Energieverbrauch in diesem Anlagenbereich sank um etwa die Hälfte.

Die Umrüstung verbindet damit zwei Effekte: Zum einen wird die Materialzuführung für die Kautschukholzverarbeitung angepasst, zum anderen reduziert sich der technische Aufwand gegenüber der bisherigen Lösung mit zwei konventionellen Sichtern. Für die MDF-Produktion kann das besonders dort interessant sein, wo anspruchsvolle Rohstoffe verarbeitet und zugleich Energiekosten gesenkt werden sollen.

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