Kreislaufsystem für Paletten wächst
Recycling, Entsorgung, Transport und Lagerung von
Das Rücknahme- und Wiederverwendungssystem für Paletten und Holzpackmittel »HPECycle« wird weiter ausgebaut. Die Initiative verbindet Sammelstellen, Reparaturbetriebe und Wiederverwendungskonzepte zur Erfüllung der Anforderungen der PPWR.

Das Rücknahmenetz für Holzpackmittel wächst (Bild: HPE).
Der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) verzeichnet für sein Kreislaufsystem »HPECycle« ein deutliches Wachstum. Innerhalb von zwölf Monaten ist die Zahl der beteiligten Partnerunternehmen um rund 70 % auf insgesamt 46 Betriebe gestiegen. Ziel von »HPECycle« ist die Rücknahme, Prüfung, Reparatur und Wiederverwendung gebrauchter Paletten und Holzpackmittel. Unternehmen können ihre Produkte bei teilnehmenden Fachbetrieben regional abgeben, die diese anschließend aufbereiten und erneut in den Wirtschaftskreislauf zurückführen.
Viele Einweg- und Sonderpaletten sind nach dem ersten Einsatz weiterhin nutzbar. Durch Reparatur und erneute Verwendung lassen sich Holzverbrauch reduzieren, Abfälle vermeiden und die CO₂-Speicherung im Produkt verlängern.
Nach Angaben des Verbands steht derzeit insbesondere der Ausbau eines flächendeckenden Sammelnetzes im Zentrum der Aktivitäten. Ein engmaschiges Netz an Rücknahmestellen soll die Rückführung gebrauchter Paletten und Holzpackmittel vereinfachen. Zudem wurde das System organisatorisch weiterentwickelt. Die Kennzeichnung standardisierter HC- und CP-Paletten wurde vereinheitlicht und neue Reparaturhandbücher unterstützen die fachgerechte Instandsetzung und Wiederaufbereitung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung von Prozesssteuerung und Datenverfügbarkeit. Künftig sollen Mengen zu wiederverwendeten, reparierten und in Kaskadennutzung überführten Paletten und Holzpackmitteln systematischer erfasst werden.
Mit Blick auf die europäische Verpackungsverordnung PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) verfolgt der Verband das Ziel, »HPECycle« perspektivisch als Organisation für Herstellerverantwortung zu etablieren. Dadurch soll den Mitgliedsunternehmen und deren Kunden eine branchenspezifische Lösung für künftige regulatorische Anforderungen zur Verfügung stehen.

