Die neue Welt der Hydro-Beizen
Lacke, Beizen, Zubehör
Im Frühjahr 2022 hat der westfälische Lacke- und Beizenhersteller Hesse aus Hamm entschieden, einen umfangreichen Transformationsprozess hin zu mehr Nachhaltigkeit im Produktportfolio umzusetzen. So wurde zu Beginn des Jahres 2024 mit dem Verzicht auf die Produktion von Nitrolacken ein Teilziel erreicht. Jetzt liegen für Standardanwendungen auch nachhaltige, wasserbasierte Lösungen vor.

Die neuen Wischbeizen zur Porenbetonung sind dank Wasserbasis umweltfreundlich (Bild: Hesse).
Bis 2030 möchte der Lacke- und Beizenhersteller Hesse komplett auf nachhaltige Alternativen zu konventionellen Lösemittellacken umsteigen und setzt daher verstärkt regenerative Rohstoffe ein. Neben dem beschriebenen Verzicht auf die Produktion von Nitrolacken und lösemittelhaltigen, säurehärtenden Lacken wurde im Frühjahr des vergangenen Jahres ein weiteres Ziel erzielt. Die Entwickler und Entwicklerinnen aus dem Beizlabor konnten berichten, dass für lösemittelhaltige Beizen in Standardanwendungen nun nachhaltige, wasserbasierte Lösungen vorliegen. Es besteht daher keine Notwendigkeit mehr, weiterhin lösemittelbasierte Beizen einzusetzen. Das Team ging bei der Entwicklung laut Unternehmensinformation strategisch und ganzheitlich vor.
Beizen für Charakter, Tiefe und Ausdruck
Hydro-Beizen sind eine moderne, nachhaltige Alternative zu lösemittelhaltigen Produkten. Sie ermöglichen die Realisierung von sehr hohen gestalterischen Ansprüchen, gepaart mit ökologischer Verantwortung.
Hesse stellt eine umfangreiche Palette an Hydro-Beizen für unterschiedliche Oberflächeneffekte zur Verfügung: Color- oder Edelholzbeizen zur farbigen Akzentuierung des Holzfarbtons oder zur individuellen Einfärbung sowie universell einsetzbare Grundierbeizen für Laub- und Edelhölzer. Auch Rustikalbeizen zur Anwendung auf grobporigen Hölzern und Nadelholzbeizen zur Erzielung eines Positiveffekts auf Fichte oder Tanne gehören zum Lieferprogramm.
Durch den Verzicht auf Lösungsmittel entstehen kaum Emissionen, wodurch nicht nur die Umwelt geschützt wird, sondern auch die Gesundheit der verarbeitenden Personen.

Moderne Beizen benötigen heute keine Lösemittel mehr (Bild: Hesse).
Farbige Porenbetonung ist auch nachhaltig möglich
Die farbige Akzentuierung der Pore bei Hölzern wie Eiche oder Esche wurde häufig immer noch mit lösemittelbasierten Wischbeizen umgesetzt. Hier ist es der Entwicklung bei Hesse gelungen, gleichwertige Effekte mit wässrig basierten Wischbeizen umzusetzen.
Die Wischbeize »Eazypore-Water« hebt die Natürlichkeit der Holzpore hervor und verändert dabei den Farbton des Untergrunds nicht, egal ob gebeizt oder naturbelassen. Die Oberflächen erhalten so eine intensive Tiefe und Struktur. »Eazypore-Water« ist in den Farbtönen Weiß und Schwarz lieferbar.
Richtig bunt wird es mit »Porecolor«, einer Beize für die farbige Betonung der Holzpore. Hier stehen laut Unternehmensangabe nahezu unbegrenzte Wunschfarbtöne zur Verfügung. Die Poren können klassisch oder individuell und ausgefallen eingefärbt werden.
Ganz edel geht die Porenbetonung mit der Effektporenbeize »Poreshine«. Hier werden die Holzporen in Gold, Silber oder Kupfer eingefärbt. Für eine besonders hohe Wirkung empfiehlt der Hersteller die Beize für die Verwendung auf dunkel gebeizten oder dunkel lackierten Holzoberflächen. Alle drei Wischbeizen werden mit Pinsel, Ballen oder einer Spritzpistole aufgetragen. Zum Abschluss erfolgt eine Endlackierung mit wasserbasierten Lacksystemen, alternativ auch mit lösemittelhaltigen Lacksystemen.
Die Hydro-Beizen sind im gesamten Innenausbau, in der Möbelfertigung oder für die Parkettbeschichtung einsetzbar.



