Möbeloberflächen 2021 – Hochkonjunktur für Holz und Unis

Artikel vom 17. März 2021
Teile und Beschläge vorwiegend aus Kunststoff

Das Jahr 2020 war für die Möbelindustrie durch die Covid-19-Pandemie und ihren Auswirkungen geprägt. Auch 2021 wird die Pandemie weiterhin spürbar sein, allerdings stellt sie nun keine neue Situation mehr dar. Es gilt jetzt, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen.

Diesen und viele weitere Fachbeiträge lesen Sie in der 2021er-Ausgabe des Jahresmagazins »Holz + Möbel«, das Sie über diesen Link bestellen können.

Das Eichendekor im Used-Look erzählt von einer lebendigen Vergangenheit (Bild: Continental).

Das Eichendekor im Used-Look erzählt von einer lebendigen Vergangenheit (Bild: Continental).

Dazu gehört, zunächst die Auswirkungen positiv wie negativ zu bewerten, die richtigen Schlüsse zu ziehen und damit die Weichen für eine nachhaltig erfolgreiche Zukunft zu stellen. Diese Zukunft wird Veränderungen in alle Richtungen erfordern. Bestehende Widersprüche im Handeln und in bestehenden Strategien sind nur zwei Themen, die zwingen, schneller und auch anders als bisher zu agieren. Ein hohes Maß an Nachhaltigkeit und neue Materialien bilden heute zum Beispiel die Basis für das unternehmerische Handeln. Dabei werden gesellschaftliche Trends, etwa die Ausrichtung nach ethischen Grundsätzen und Nachhaltigkeit in allen Ausprägungen, weiter an Bedeutung gewinnen. Produkte werden hinterfragt, Materialien und Prozesse noch eingehender betrachtet als bisher.

Bild: Continental

Bild: Continental

Beim Design wird es bunter werden, Farben und ausdrucksstarke Dekore werden eine größere Rolle spielen. Auch als Gegenreaktion zu Einschränkungen und Entbehrungen streben die Menschen jetzt nach einem neuen Optimismus, sie möchten Freude und Leichtigkeit zelebrieren, durch ihre Umgebung Körper, Geist und Seele inspirieren lassen. Dazu gehört weiterhin die Kombination von verschiedenen Mustern, Farben und Formen nach dem Mix-and-Match-Prinzip. Das bewusste Setzen von starken Kontrasten ist hier Programm, etwa, wenn das Futuristische mit dem Alten kombiniert wird, das Natürliche mit Hightech, das Reale mit dem Digitalen. Diese Trends spielen für Produktentwicklung und Gestaltung eine große Rolle. Analog zu den Designtrends ist ein ständiger, sich aus sich selbst heraus generierender, und oft auch wiederkehrender Wandel erkennbar, der Möglichkeiten für Neues bietet. So sind Desinfektionsmittelbeständigkeit, antibakterielle Ausstattung und Anti-Fingerprint aktuelle Trends. Diese speziellen Eigenschaften müssen nun mit in das Produkt und die Oberfläche integriert werden, ohne ihre Optik und Haptik zu beeinträchtigen.

In intensiver Abstimmung mit Papierdruckern und Holzwerkstoffherstellern generiert Continental Dekore, die zur derzeit vorherrschenden vielfältigen Materialität passen. Dabei ist eine Zunahme der Wohlfühleffekte zu erkennen – sei es ein warmer, softmatter Glanzgrad oder eine exakt der jeweiligen Materialität entsprechende Haptik. In einem kleinen Gegentrend gibt es auch Charaktere, die weniger opulent und expressiv sind. Bei diesen eher reduzierteren Darstellungen sind die Ausarbeitungen entsprechend angepasst, um das jeweilige Umfeld nicht zu stören – alles fügt sich wie selbstverständlich zueinander im harmonischen, klaren Interieur. Ist genügend Raum in der Anwendung und Kombination vorhanden, werden die Layouts der Holzdekore großblumiger und noch flächiger, somit können die jeweiligen Materialdetails wie Risse, Ästchen oder Jahresringe noch authentischer und natürlicher dargestellt werden. Außerdem wird das Thema große Rapporte bzw. Endlos-Dekore zunehmend wichtiger. Insgesamt ist davon auszugehen, dass im Dekorbereich Hölzer eine noch größere Rolle spielen. Dabei wird das Farbspektrum erweitert, es wird noch mehr Farbe zugelassen.

Eiche für aktuelle Trends

Ein Protagonist der neuen Richtung ist »skai Amberg«. Das Eichendekor hat viel zu erzählen. Der Used-Look und die farblichen Harmonien zeugen von einer lebendigen Vergangenheit. Das Dekor bietet große Natürlichkeit und weiche Strukturen, verfeinert wird es mit hellen Kittelementen, die sich harmonisch in die Holzstruktur integrieren. Diese Effekte verleihen dem Dekor so eine besondere Note. Das neue Dekor »skai Justus« wurde von einem 400 Jahre alten Balken aus dem Allgäu inspiriert. Daher transportiert es eine lebhafte Geschichte mit gespachteltem Kitt, dunklen Spuren von Wasser und Risshöfen, die durch die Alterung schwarz geworden sind. In jedem der Farbtöne steckt seine Seele. Ob hell oder dunkel: Das schmal gewachsene Eichendekor ist passend zu rauen Materialien wie Metall und Stein oder zu widerstandsfähigen Uni-Oberflächen.

Der typische Nadelholzcharakter von »skai Urban Pine« bietet beindruckende Tiefeneffekte und Farbverläufe (Bild: Continental).

Der typische Nadelholzcharakter von »skai Urban Pine« bietet beindruckende Tiefeneffekte und Farbverläufe (Bild: Continental).

Auch das neue Eichedekor »skai Flagstaff Oak« bietet eine spezielle Altholzoptik. Besonderes Merkmal sind markante Risse, die nicht schwarz, sondern handwerklich mit Kitt oder edel-metallischen Werkstoffen aufgefüllt sind. Das Ergebnis ist ein ausdrucksstarkes Design mit Charakter und vielen Kombinationsmöglichkeiten. Beide Werkstoffe – Holz mit all seinen Facetten und Metall – ergänzen sich und setzen sich gegenseitig in Szene: Einzigartigkeit, Wiedererkennung, Natur und Veredelung sind im Dekor vereint.

Ausdrucksstarke Unis

Jenseits der Eiche trifft »skai Urban Pine« den richtigen Ton. Das Dekor zeigt den von der Natur geprägten, typischen Nadelholzcharakter mit beindruckenden Tiefeneffekten und Farbverläufen. Ausdruckstark, aber nicht aufdringlich, erscheint das Dekor natürlich gealtert. In Kombination mit einer tiefen, der Holzart angepassten Prägung kommt »Urban Pine« dem natürlichen Vorbild sehr nahe.

Die matte Oberfläche lädt zum Berühren und Begreifen ein, sie ist haptisch sehr angenehm, warm und wertig (Bild: Continental).

Die matte Oberfläche lädt zum Berühren und Begreifen ein, sie ist haptisch sehr angenehm, warm und wertig (Bild: Continental).

Einfarbige Möbeloberflächen stehen aktuell für sich selbst oder sie sind ein passender Partner für ein ausdrucksstarkes Dekor. Optisch im Farbverbund abgestimmt, zeigt »skai Perfect Matt« eine besonders matte Oberfläche, deren Optik zum Berühren und Begreifen einlädt. Sie ist haptisch sehr angenehm, warm und wertig, wirkt wohnlich und besitzt zudem eine hohe technische Performance. Unter anderem bleiben dank der Anti-Fingerprint-Eigenschaften auf der edlen Lackoberfläche keine Spuren zurück. Eine bewährte Lackoberfläche ist die reine und klare Oberfläche »skai Perfect Touch«. Die Haptik ist nicht stumpf, sondern warm, sie vermittelt ein taktiles Erlebnis. Das Material ist echt lackierten Oberflächen in Robustheit und Eleganz überlegen, da auch hier keine Fingerabdrücke zurückbleiben.

Die Oberfläche für den klassischen, robusten Bereich heißt »skai colore Ultra«. Als trendig-mattes Single-Uni steht sie für sich, in Kombination mit Stein, Beton, Terrazzo oder metallischen Effektdekoren schafft sie reizvolle Kontraste. Mit optionalem Perlmutt-Effekt ist die Oberfläche ein Blickfang für den hochwertigen Bereich.

Nachhaltige Oberfläche

Das Designlaminat auf PET-Basis ermöglicht auch den Einsatz von Rezyklaten (Bild: Continental).

Das Designlaminat auf PET-Basis ermöglicht auch den Einsatz von Rezyklaten (Bild: Continental).

Mit »skai PureLux« stellt Continental ein neues Designlaminat auf PET-Basis vor und entspricht damit der Marktnachfrage. Das 2D-Soft-Designlaminat, ist eine nachhaltige Mattoberfläche mit bisher besonders hoher Funktionalität: sehr gute Anti-Fingerprint-Eigenschaften, hohe Kraftfestigkeit, Reinigungsfreundlichkeit und Desinfektionsmittelbeständigkeit treffen auf hochwertige Optik und Haptik. Entwickelt und gefertigt in Deutschland, erfüllt die Neuheit höchste Ansprüche an eine Möbeloberfläche hinsichtlich Verarbeitung und Wirtschaftlichkeit. Der Einsatz von Rezyklaten ist möglich, um natürliche Ressourcen zu schonen.

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